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 HARMONIK  DIATONIK  CHROMATIK

medias in res

Ich unterscheide die drei Tongeschlechter Harmonik, Diatonik und Chromatik, nach dem Vorbild einer Fantasiegestalt und Traumfigur, die ich Pythagoras nenne, und die - obwohl es bestimmt Gemeinsamkeiten gibt, nichts mit einem historischen Menschen zu tun hat, und ich bestehe darauf zu sagen, dass ich mir diese Figur selbst ausgedacht habe, um irgendwie glaubhaft zu machen, dass das Tongeschlecht etwas wesentliches und grundsätzliches ist, was man mir allein wohl kaum abnehemen würde.

Tongeschlechter beschreiben die Art wie bestimmte Töne gefunden werden und wie diese dann benutzt werden können Musik zu machen. Einem Tongeschlecht können physikalische Gesetzmäßigkeiten zugrunde liegen oder auch mathematische sowie philosophische Gedanken. Ein Tongeschlecht kann aber auch von praktischen Erfahrungen bestimmt werden, von kulturellen Besonderheiten oder der Beschaffenheit bestimmter Instrumente, ihren Einschränkungen und Möglichkeiten.

Die Tongeschlechter unterscheiden sich von Tonarten, von denen es hunderte gibt, vll. tausende, und ich beachte erstmal hauptsächlich nur solche Tonarten, die mir als westlichen Europäer am häufigsten begegnen und deshalb am leichtesten zugänglich sind. Tonarten können zum Beispiel Dur oder Moll sein, und schon erscheint dieses Gegensatzpaar peinlich in Anbetracht dessen, dass es angeblich tausende gibt.

Jede Tonart ist charakteristisch und findet sich wieder in bestimmten Tonleitern oder auch Skalen genannten Abfolgen bestimmter Klänge, die sich normalerweise anhand ihrer Charakteristika reproduzieren lassen. Eine Tonart, die sehr viele Menschen hier kennen, ist C-Dur gesungen in Alle-meine-Entchen und haufenweise altertümlichen Kinderliedern. Die Tonleiter findet sich auf dem Keyboard in der Folge aller weißen Tasten beginnend mit dem Ton c.

Die Unterscheidung in drei Tongeschlechter bestimmt erstmal aber nicht einfach nur einzelne Tonleitern sondern erklärt, wie diese entstehen und in welcher Beziehung sie zum gesamten Universum der Musik stehen können. Tongeschlechter beschreiben die Verhältnisse bestimmter Töne zueinander und die Art ihrer Musikalität an sich.

Harmonik

Dieses Tongeschlecht beschreibt Töne, die auf natürliche Art entstehen, und entweder aufgrund bestimmter physikalischer Gesetze auf einfache Weise erzeugt werden können oder unter bestimmten Bedingungen von ganz alleine auftreten. Die Harmonik beinhaltet vor allem Tonarten die pentatonisch interpretiert werden können und solche, für die es keine festgeschriebenen Regeln gibt. Die Harmonik eignet sich nicht nur für Kinder, Naturvölker und Wissenschaftler, sie bietet nicht nur Einsteigern die besten Möglichkeiten schnell zu einem akzeptablen Erfolg zu gelangen, sie bietet in ihrer Überschaubarkeit die besten Voraussetzungen Musik überhaupt erst zu verstehen und trotzdem: Die bunte Vielfalt ihrer Möglichkeiten ist nur beschränkt durch Fantasie und Vorstellungsvermögen.

Diatonik

Im Gegensatz zu Naturtönen ist die Diatonik bestimmt durch eine künstliche Gestaltung des Klangraumes mithilfe einfacher philosophischer und mathematischer Grundideen. Die Diatonik ist sehr stark reglementiert durch diese Prinzipien und erfordert ein hohes Maß an Übung, Verständnis oder Talent und kann nur auf dafür ausgewählten, häufig klassischen Instrumenten vollständig realisiert werden. Sie bestimmt im Wesentlichen die klassischen Tonarten und legt den Grundstein für die westliche Musik, egal ob es sich um Operetten handelt, um Pop, Rock oder Elektromukke, und obwohl kaum ein Mensch die vollständige Ideeenwelt der Diatonik wirklich kennt, beeinflusst sie doch das gesamte Spektrum unserer Musikkultur auf derart überzeugende Weise, dass es kaum möglich ist sich vorzustellen, sie sei weitgehend in Vergessenheit geraten oder Teil einer entfernten kulturellen Elite.

Chromatik

Als eine Antwort darauf, warum die klassischen Tonarten nur selten in ihrem vollen Umfang Anwendung finden, ist die Chromatik als Tongeschlecht zu knapp bemessen, aber sie bietet die Möglichkeit sowohl die Prinzipien der Harmonik als auch viele Motive der Diatonik miteinander zu verbinden, das eine sinnvoll zu ergänzen das andere deutlich zu vereinfachen, allgemein verständlich zu machen und vor allem auf Instrumenten zum Klingen zu bringen, die in ihrer Bauart nur beschränkte Möglichkeiten bieten wie zum Beispiel einem Klavier, das mit vollem Tonumfang und einer Vielzahl an zusätzlichen Tasten nicht von einem Menschen alleine spielbar wäre. Es ist eine lang erprobte Wissenschaft Kompromisse zu finden, die das alles unter einen Hut bringen. Chromatik bedeutet im Wortsinn ein Verändern der Klangfarbe bestimmter Tonfolgen zugunsten von Popularität, Erlernbarkeit, Geschmack und Vielseitigkeit musikalischer Möglichkeiten. In vielen Fällen betrifft das auch intuitive Musikgestaltung in freiem Gesang oder durch die Erzeugung von Geräuschen auf eine Weise die nicht eindeutig reproduzierbar ist. Chromatik ist deshalb ein unbegrenzt weites Feld, weil sie prinzipiell keine Beschränkungen bietet aber in sich auch sehr wenig Anhaltspunkte zur Orientierung. Ein Teilgebiet der Chromatik ist also auch das Erfinden von Tönen und musikalischen Strukturen, was sich mittlerweile in sehr komplexen kulturwissenschaftlichen Abhandlungen verliert, die nicht selten als weltfremde Spinnerei gewertet werden und Menschen, die sich selbst gern als Profi einschätzen, als Herausforderung dienen. Das ist längst nicht alles nur Theorie, auf den heißesten Partys und exzessiven Konzerten können Klänge erlebt werden, die sich nur fühlen aber nicht erklären lassen. Die Kunst solche Klänge zu erzeugen ist Teil der Chromatik.

 Unbenannt Kurze Moralpredigt.. wer es nicht tut, hat keine Ahnung.

Der Gedanke drängt sich auf, dass Musik mehr ist als nur bestimmte Töne zu treffen, und deshalb steht die Frage im Raum, wieso ich nichts über Dinge sage, die eigentlich noch wesentlicher dazu beitragen als das Erkennen bestimmter Regelmäßigkeiten und Muster zur mehr oder weniger erfolgreichen Einteilung des Klangraumes, und wenn ich sage, diese Dinge sollten eigentlich dem Menschen im Blut liegen, wieso dann nicht auch ein bestimmter Tonumfang. Musik existiert für Menschen schon lange bevor es Physik, Philosophie oder Notensysteme gab und jede Erzeugung bestimmter Klänge hat ihren ganz eigenen Charakter. Das erscheint alles glaubhaft, ich sage nur soviel, dass die Zerteilung von Rhythmen in Viertel, Sechstel und Achtel mir absolut nicht zusagt, und dass etwas lebendiges durch solche Versuche nur sehr unzureichend beschrieben werden kann. All das bietet letztendlich eine grobe Orientierung.

Craft Hier will ich einmal beschreiben, wie einfache Instrumente im Wesentlichen funktionieren. Was Saiteninstrumente von Blasinstrumenten unterscheidet oder Perkussion, und wie sie auf einfache weise selbst entwickelt oder nachgebaut werden können. Irgendwann, könnte es hier einen Link dazu geben..

ZerOne Zero One soll der Versuch sein die wichtigsten Grundlagen für Einsteiger auf Gitarre oder Keyboard praktisch zu zeigen. Der Link führt im Moment ins Leere, weil ich mit der Gestaltung der Seiten unzufrieden war und ihr Inhalt mehr als düftig ist. Sie stehen noch online, haben aber aus meiner Sicht keinen sinnvollen Nutzen und werden irgendwann umgeschrieben.

bLog Hier gehts zum WebLog, mit formlosen Texten zu allen möglichen sinnvollen oder sinnlosen Gedanken über Musik, Liebe und das Leben. Es zeigt chronologisch meine musikalische Entwicklung der letzten Jahre seit den ersten Versuchen 2015 eine Gitarre zu bauen und die Einteilung des Klangraumes zu verstehen, soweit das ein Text wiedergeben kann. Meine praktischen Fähigkeiten sind inzwischen durchschnittlich. Ich habe von sehr wenigen, beklagenswerten Versuchen mich im Kindesalter zu einer grauenhaften Musikalität zu zwingen, die zum Ergebnis hatten, dass ich Jahrzehnte lang alles in diesem Bereich für ein Mysterium hielt und eine unerreichbare, göttliche Kunst.. zu hoch für einfache Menschen.. keine musikalische Vorbildung und bis dahin keine positiven Erfahrungen im Umgang mit Musikinstrumenten jeder Art. Der sichtbare Fortschritt erscheint vll. einigen naiv, aber ich muss sagen, dass ich alles ohne nennenswerte Quellen und ohne qualifizierte Hilfe selbst entwickelt habe, und dafür hat sich an den wesentlichen Grundlagen bis zu den Ergebnissen meiner Arbeit von der stetigen Korrektur gewöhnlicher Fehler abgesehn sehr wenig verändert, und ich kehre immer wieder zu denselben Motiven zurück, die zum Teil, obwohl ich sie für Allgemeinwissen halte, in krassem Gegensatz zur aktuellen Praxis westlicher musikalischer Gestaltung stehen, und deren Ausgestaltung sich nicht erschöpfen lässt. Wer mir also glauben möchte, dass ich etwas für mich sinnvolles erzähle und eigene Gedanken wiedergebe, kann sich davon hier überzeugen.