offbeat

wies aussieht, hab ich noch ein paar begriffe durcheinander gebracht, Andi Rohde erklärt bei youtube in fünf minuten offbeat, backbeat downbeat und syncope.. für die 303 steht auch der begriff einer triole mit im vordergrund, die videos gehen noch weiter, aber ich versuch erstmal nur die einfachen dinge umzuseten.

ich war ja bisher der meinung, dass es sich beim offbeat um eine verschiebung einzelner und regelmäßiger taktschläge nach vorne handelt, sodass der rhythmus scheinbar ständig an geschwindigkeit zunimmt, ohne sich tatsächlich zu verändern, wie ich das glaube ständig bei den ramones oder überhaupt im rock’n’roll raushören zu können.

offensichtlich habe ich das trotz wikipedia verwechselt, und es handelt sich dabei nicht um einen offbeat.

ok, dafür hab ich jetzt noch keinen begriff, nennen wir es mal vorläufig drive. dieser drive im sound würde meiner idee nach aber auch nur durch minimale abweichungen entstehen, und könnte sich nicht in noten darstellen lassen. die snare z.b. wäre bei genauer base immer um eine winzige zeit zu früh, die sich eigentlich im takt kaum mitzählen ließe, weil sie genau zwischen den noten liegt aber eben auch nicht in der mitte.. ich sag mal steif um 1/3 des notenwertes. diese schläge für den „drive“ wären also schon stetig und es spielt keine unregelmäßigkeit wie die syncope bei diesem konzept jetzt schon eine rolle. diese idee lässt sich auf der 303 nicht direkt programmieren.

Andi erklärt den offbeat ganz anders und viel viel einfacher realisierbar. bei ihm, und sehr sehr wahrscheinlich ist das auch die richtige, allgemeingültige erklärung, bleibt der offbeat voll im 4/4 takt und ist konventionell in achtelnoten realisierbar.

Er zählt die achtelnoten eins und zwei und drei und vier und, wobei auf eins, zwei, drei, vier der eigentliche taktschlag läge, während immer auf dem und der offbeat gepielt würde.

na ok.. also um das hören zu können, müsste der eigentliche takt irgendwie mit markiert werden, sonst rutscht das ohr ja irgendwann sehr schnell aus diesem konzept.

stell ich mir jetzt vor, wieder ohne Andi, den takt auf eins und drei mit einem basston zu markieren, dabei auf das und von zwei und vier einen hohen ton zu legen, könnte das dem konzept eventuell entsprechen, sowas ähnliches hab ich auch schon irgendwie versucht, nur wollte ich ja den rhytmus antreiben und nicht verzögern. ich komme einfach mal weg von meinen überholten vorstellungen und konzentriere mich auf das, was Andi gesagt hat, dabei überlasse ich den rest vll. einfach der technik. ich hab ja schon gesagt, dass bei längerer laufzeit der 303 so nach etwa einer halben stunde, effekte auftreten, die auch das rhythmische verhalten der maschine beeinflussen, dabei macht es in meiner vorstellung jetzt auf einmal sinn, dass die taktgrenzen eines patterns so strikt eingehalten werden, dass eine absichtiche überschreitung der taktgrenze sogar zum absturz bzw. abbruch führt. der sound schmiert einfach ab, verebbt und wird dadurch beendet. die 303 erzwingt damit einen einheitlichen takt, auch wenn im pattern selbst effekte auftreten.

was ich als „drive“ jetzt bezeichne, ist also im grunde nichts weiter als menschliches versagen, das die musik überhaupt erstmal cool macht, ich kann nur hoffen, dass die maschine von sich aus ähnlich versagt.

ok.. Andi empfielt vor allem den backbeat als basis für coole rockmusik, und er zählt diesen bei eins, zwei, drei, vier auf zwei und vier. dazu würde ich dann mal den offbeat versuchen, wie ihn Andi kurz und knackig erklärt und auf der highhead mit einspielt.