tero trivi tritus, a, um

weil ich immer wieder gefragt werde, was  dieses Wort bedeutet, und warum ich so genannt werde, will ich als erstes sagen, dass mir dieser name als poet und angehender autor gegeben wurde. Das ist jetzt über zehn jahre her und obwohl meine literarische sprache sehr hoch eingeschätzt wurde, habe ich nie etwas wirklich sinnvolles für die öffentlichkeit geschrieben. zwischendurch habe ich das wort tritus einfach als synonym für abgefuckt verwendet und als motto zum skaten, darum wurde es ab und zu mit titus verwechselt, was eine völlig andere bedeutung hat.

tritus ist ein partizip perfekt passiv und bezeichnet als name die eigenschaft alles bis zur vollkommenen auflösung zu benutzen, was sich sowohl auf sex als auch auf gebrauchsgegenstände bezieht. Es bedeutet auch sich sehr eingehend mit einer sache zu beschäftigen und sie zu betrachten, bis nichtsmehr davon übrig bleibt.. etwas zu lernen, bis man es perfekt beherrscht, etwas zu schleifen und zu polieren, bis es der klarste spiegel ist, oder etwas so oft zu reparieren, bis vom eigentlichen ausgansobjekt nichts mehr übrig ist.

 

dies alles sind eigenschaften, die ich nicht besitze. weder praktiziere ich besonders ausgedehnten sex, noch habe ich die ausdauer etwas eingehend zu erlernen, ich nutze gegenstände zum teil sehr schnell ab und neige dazu diese eher durch neue zu ersetzen als mich mit defizitären und multiplen flickereien auseinander zusetzen.

man sagt dieser name bezeichne meine ausgesprochene zähigkeit und ungebrochenen widerstand gegen eine vielzahl äußerer einflüsse, ich selbst halte mich für ein sensibles, nachgiebiges und recht schwaches wesen, das mehr nach lösungen sucht als die dauerhafte auseinandersetzung, aber es gibt auch menschen, die dafür blind sind, und diesen umstand als zeichen der eigenen überlegenheit interpretieren mit der motivation ihren unsinn fortzusetzen, bis sie sich selbst dabei völlig aufreiben.

nunja, ich bin ein einfacher mensch, und mein name ist eigentlich denis und der name eines gottes ist nicht bezeichnend dafür, dass ich ein gott bin, ich bin verletzlich und sterblich, meistens glücklich und manchmal traurig wie alle menschen, die ein einfaches und unbedeutendes leben führen.

 

und dann sage ich tritus, das bedeutet der sand am meer, die wolken im wind, die täler der Flüsse und die ewig wandernden dünen der wüste aus zucker. es ist das, was nach der immer wiederkehrenden brandung und ständigen gezeiten von einem stolzen felsen übrig bleibt und immer wieder neue formen findet. ich schwimme nicht mit dem strom, ich komme mit der flut auf der ersten kleinen unscheinbaren welle.

 

 

 

 

 

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